Die Übersetzung von Soaking lautet:Eintauchen, einweichen, aufsaugen. Es ist ein recht plakatives Wort aber es beschreibt ganz gut, worum es geht. Wir kennen ja aus Liedern wie „Gott ist gegenwärtig“ die Möglichkeit, intensive Erfahrungen mit Gottes Gegenwart im Heiligen Geist zu machen. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, sinkt im Geiste nieder, kommt, ergebt euch wieder. Soaken ist darum auch nicht wirklich neu. Die Quäker haben schon lange eine Andachtsform, die Soaking-Elemente enthält. Hier eine Beschreibung, die ich der Quäker Homepage entnommen habe:

„Eine Quäkerandacht findet statt, wenn zwei oder mehr Menschen das Bedürfnis empfinden, miteinander still zu sein und Gottes Gegenwart zu suchen.“

Still sein, auf den Heiligen Geist warten, aufgeschlossen und neugierig für Gottes Offenbarung und seine Seelsorge zu sein sind Schlüsselelemente, die wir beim Soaken kultivieren wollen. In Psalm 131 finden wir eine ganz gute Beschreibung der Herzenshaltung eines Soakers.

„Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter; wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir.“
„Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“

Dass Gott in der Bibel, das kindliche zum Vater kommen oder mit dem Vater zusammensein so betont, hat einen guten (biblischen) Grund. Soaken ist darum nicht eine Sache des Zeitgeistes. Intensive Erfahrungen mit dem Heiligen Geist führen nicht zu einem wischi-waschi-Christentum. Sie sind auch nicht ein Ausdruck einer Wohlfühlgesellschaft. Abgesehen davon ist es nicht gesellschaftskonform 2 oder 3 Stunden (scheinbar unproduktiv) auf dem Boden herumzuliegen und „nur“ zu empfangen.
Meine persönliche Erfahrung ist, daß anhaltende gefühlte Nähe zu Gott mich in die Heiligung führt. D.h., daß mein Lebensstil davon nachhaltig verändert wird.

Also bis dann, zum nächsten Teil.